Kurz-Dokufilm: Licht im Einklang mit Mensch und Natur

Kurz-Dokufilm: Licht im Einklang mit Mensch und Natur

Es ist immer einfach zu sagen, wenn etwas schlecht ist. Doch sinnvolle Veränderungen werden erst möglich, wenn man auch sagen kann, wie es gut wird. Viele Gemeinden wünschen sich eine Straßenbeleuchtung, die die Anforderungen von Kosteneffizienz, Sicherheit, Klimaschutz und angenehmen Licht vereint. In der Realität ist das Ergebnis einer Umrüstung dann aber oft mehr als ernüchternd.

Österreich hat im letzten Jahr einen Leitfaden für Außenbeleuchtung veröffentlicht, um Gemeinden dabei zu unterstützen, bei ihrer öffentlichen Beleuchtung einen guten Kompromiss zwischen all diesen Punkten zu realisieren. Erstellt wurde der Leitfaden von vielen Experten aus verschiedenen Bereichen, die Zielgruppe sind aber Gemeinden und Bürger. Daher wird alles Wichtige in gut verständlicher Sprache mit vielen Abbildungen erklärt.

Ein Leitfaden ist gut und schön, doch er muss auch in Aktion gehen. Deshalb wurden in diesem Jahr zwei Gemeinden in Oberösterreich, Kirchschlag bei Linz und Steinbach am Attersee ausgewählt, ihre neue Straßenbeleuchtung entsprechend dieses Leitfadens umzurüsten. Filmemacher Raffael Portugal und ich hatten Gelegenheit, diese Umrüstung zu begleiten. Am 24. September hatte unser Kurzfilm im Rahmen des Oberösterreichischen Umweltkongresses „G’scheites Licht für eine naturnahe Nacht “ Premiere. Er lässt Experten zu Wort kommen, zeigt aber vor allem die Sichtweise der Anwohner. Die freuen sich über das moderne Licht und den aktiven Beitrag ihrer Gemeinde am Naturschutz. Durch moderne Technologie läßt sich das Licht gezielt auf die Verkehrsflächen richten und Blendung reduzieren. Bewegungsmelder regulieren Helligkeiten bedarfsorientiert. Warmweiße LEDs mit 3000K ermöglichen eine gute Farberkennung auf den Hautverkehrsstraßen, orangene Amber LEDs mit 1800K schaffen eine angenehme Atmosphäre in den Wohngebieten.

Der Film ist auf YouTube zu sehen und darf genutzt und weiterverbreitet werden. Auch eine englische Version ist verfügbar.

Titelfoto: Raffael Portugal

Der Artikel ist auch in en_GB verfügbar.

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